Präsentationen, Studien, Infografiken und Broschüren
Text
Präsentationen, Studien, Infografiken und Broschüren
Text
Der bereits zum neunten Mal im Auftrag des BMWET erstellte und gemäß § 15b Abs. 1 BAG zur Vorlage für den Nationalrat bestimmte Bericht zur Situation der Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung in Österreich mit dem Fokus auf die Jahre 2024 und 2025 zeigt, dass die anhaltend schwache wirtschaftliche Entwicklung das System der Lehrlingsausbildung und Jugendbeschäftigung vor erhebliche Herausforderungen stellt. Sowohl die Zahl der Lehranfänger:innen als auch der Lehrbetriebe befindet sich auf einem Tiefststand, während die Zahl der Lehrstellensuchenden, die Jugendarbeitslosigkeit sowie der Anteil der Jugendlichen ohne weiterführenden Bildungsabschluss gestiegen sind. Nichtsdestoweniger bleibt die Lehre angesichts des demografischen Wandels, steigender Pensionierungen und des weiterhin bestehenden Fachkräftemangels eine zentrale Säule der beruflichen Ausbildung und ein verlässlicher Weg in den Arbeitsmarkt. Der Bericht unterstreicht den Handlungsbedarf, die Ausbildungsbereitschaft zu stärken und die Integration Jugendlicher in Ausbildung und Beschäftigung zu verbessern.
Die Ergebnisse einer jährlichen österreichweiten Unternehmensbefragung („Fachkräfteradar“) im Auftrag der WKÖ (letzte Durchführung April 2026; n = 2.132 Unternehmen) zeigen, dass der Fachkräftemangel in Österreich im Frühjahr 2026 trotz eines spürbaren Rückgangs gegenüber den Höchstständen der vergangenen Jahre weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegt (rund 155.000 offene Stellen für Fachkräfte bezogen auf alle Mitgliedsbetriebe der WKO). Der Mangel ist in einem großen Teil der befragten österreichischen Betriebe (78 %) spürbar und betrifft insbesondere Absolvent:innen einer Lehrausbildung. Er erhöht die Arbeitsbelastung der Unternehmer:innen, ihrer Familienangehörigen und der aktuellen Mitarbeiter:innen, gefährdet die Qualität der Leistungserbringung und die Zufriedenheit der Kund:innen, schränkt die Innovationsfähigkeit ein und führt zu deutlichen Einbußen des wirtschaftlichen Erfolgs der österreichischen Unternehmen in Form von Umsatzverlusten und höheren Kosten.
Die Lehrlingsausbildung ist in Vorarlberg traditionell stark verankert und ein zentraler Baustein der Fachkräftesicherung. Gleichzeitig steht sie zunehmend unter Druck: Die Zahl der Lehrlinge und Lehrbetriebe ist rückläufig, Bildungsentscheidungen junger Menschen verändern sich, und Betriebe berichten von wachsenden Herausforderungen bei der Gewinnung und Ausbildung geeigneter Lehrlinge.
Die im Auftrag der WKV erstellte Studie untersucht Entwicklungsperspektiven der Lehrlingsausbildung in Vorarlberg. Auf Basis sekundärstatistischer Analysen, qualitativer Interviews mit zentralen Akteur des dualen Systems sowie einer Online-Befragung von Vorarlberger Ausbildungs- und Nicht-Ausbildungsbetrieben werden zentrale Herausforderungen, Unterstützungsbedarfe und Handlungsfelder aufgezeigt.
Die aktuelle Entwicklung am österreichischen Lehrstellenmarkt ist von einem starken Rückgang der Zahl der Lehrlinge im 1. Lehrjahr gekennzeichnet. Dafür dürften auch konjunkturelle Gründe eine maßgebliche Rolle spielen. Das Matching von Angebot und Nachfrage am Lehrstellenmarkt ist derzeit außergewöhnlich schwierig. In Wien finden sich viele Lehrstellensuchende, in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol viele beim AMS vorgemerkte offene Lehrstellen. Auch der österreichweite, ungedeckte Bedarf an Fachkräften („Fachkräftemangel“) ist nach wie vor hoch.
Dies sind einige von vielen Befunden der aktuellen Ausgabe der jährlich erscheinenden ibw-Publikation „Lehrlingsausbildung im Überblick“, welche auf rund 200 Seiten das Ziel verfolgt, alle relevanten und verfügbaren statistischen Daten und Kennzahlen zur Lehrlingsausbildung in Österreich darzustellen.
Die Studie evaluiert den neu geschaffenen Lehrberuf Assistent:in in der Sicherheitsverwaltung. Sie kombiniert quantitative Sekundärdatenanalysen mit Befragungen zentraler Akteur:innen der Ausbildungspraxis. Ziel ist die Bewertung des Ausbildungsversuchs sowie die Ableitung von Empfehlungen für dessen Weiterentwicklung. Die Ergebnisse dienen als Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Verstetigung im Berufsbildungssystem.
Seit 2020 wird der Lehrberuf Eventkaufmann/-frau als Ausbildungsversuch erprobt, mit Fokus auf Planung, Durchführung und Management von Veranstaltungen. Die Evaluierung analysiert seine Umsetzung anhand statistischer Daten und Befragungsergebnisse aus Betrieben und Berufsschulen. Damit wird aufgezeigt, wie gut der Lehrberuf die Anforderungen der Branche erfüllt. Die Studie liefert zentrale Ansatzpunkte für seine Weiterentwicklung und zukünftige Ausgestaltung.
Die Evaluierung untersucht den reformierten Lehrberuf Industriekaufmann/-frau im Kontext aktueller Anforderungen der Industrie. Sie kombiniert quantitative Analysen mit Einschätzungen von Betrieben und Berufsschulen. Ziel ist die Bewertung der modernisierten Ausbildungsordnung sowie die Identifikation von Optimierungspotenzialen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung des Lehrberufs.
Die Ergebnisse einer jährlichen österreichweiten Unternehmensbefragung („Arbeitskräfteradar“) im Auftrag der WKÖ (letzte Durchführung März/April; n = 2.483 Unternehmen) zeigen, dass der Arbeits- und Fachkräftemangel in Österreich im Frühjahr 2025 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegt (rund 176.000 offene Stellen für Fachkräfte bezogen auf alle Mitgliedsbetriebe der WKO). Der Mangel ist in einem großen Teil der befragten österreichischen Betriebe (78%) spürbar, erhöht die Arbeitsbelastung der Unternehmer:innen, ihrer Familienangehörigen und der aktuellen Mitarbeiter:innen, gefährdet die Qualität der Leistungserbringung und die Zufriedenheit der Kund:innen, schränkt die Innovationsfähigkeit ein und führt zu deutlichen Einbußen des wirtschaftlichen Erfolgs der österreichischen Unternehmen (weniger Umsatz und höhere Kosten).