Präsentationen, Studien, Infografiken und Broschüren
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Präsentationen, Studien, Infografiken und Broschüren
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Die Ergebnisse einer jährlichen österreichweiten Unternehmensbefragung („Fachkräfteradar“) im Auftrag der WKÖ (letzte Durchführung April 2026; n = 2.132 Unternehmen) zeigen, dass der Fachkräftemangel in Österreich im Frühjahr 2026 trotz eines spürbaren Rückgangs gegenüber den Höchstständen der vergangenen Jahre weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegt (rund 155.000 offene Stellen für Fachkräfte bezogen auf alle Mitgliedsbetriebe der WKO). Der Mangel ist in einem großen Teil der befragten österreichischen Betriebe (78 %) spürbar und betrifft insbesondere Absolvent:innen einer Lehrausbildung. Er erhöht die Arbeitsbelastung der Unternehmer:innen, ihrer Familienangehörigen und der aktuellen Mitarbeiter:innen, gefährdet die Qualität der Leistungserbringung und die Zufriedenheit der Kund:innen, schränkt die Innovationsfähigkeit ein und führt zu deutlichen Einbußen des wirtschaftlichen Erfolgs der österreichischen Unternehmen in Form von Umsatzverlusten und höheren Kosten.
Gegenstand der Studie ist der vierjährige Lehrberuf Fertigungsmesstechnik, der in den Schwerpunkten Produktmessung und Produktionssteuerung ausgebildet wird. Der Schwerpunkt Produktmessung fokussiert auf die qualitative Überprüfung von Produkten in der diskreten Teilfertigung von Metall- und Kunststoffprodukten.
Demgegenüber liegt der Fokus des Schwerpunkts Produktionssteuerung auf der Qualitätskontrolle von Produkten im Rahmen kontinuierlicher Produktionsprozesse.
Auf Basis von sekundärstatistischen Analysen und Befragungen an Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen wird die Umsetzung der Ausbildung untersucht.
Die Ergebnisse liefern zentrale Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung und zukünftige Ausgestaltung des Lehrberufs.
Die duale Berufsausbildung in der D-A-CH-Region gilt international als Vorzeigemodell – doch ein aktueller Vergleich (von ibw und weiteren Forschungseinrichtungen der drei Länder) zeigt: Die Ausgangssituation und die Entwicklungen sind in den drei Ländern sehr unterschiedlich.
Der Anteil eines Altersjahrgangs, der eine duale Ausbildung beginnt, lag in Deutschland 2024 bei 52,9 Prozent, in Österreich nur bei 33,6 Prozent, in der Schweiz hingegen bei 75,6 Prozent.
Deutschland erlebte 2004 -2024 einen besonders deutlichen Rückgang bei den Auszubildenden (-22,1 Prozentpunkte).
In Österreich fiel der Rückgang etwa halb so stark aus, während die Schweiz im selben Zeitraum sogar einen Anstieg um fünf Prozentpunkte verzeichnete.
Die Lehrlingsausbildung ist in Vorarlberg traditionell stark verankert und ein zentraler Baustein der Fachkräftesicherung. Gleichzeitig steht sie zunehmend unter Druck: Die Zahl der Lehrlinge und Lehrbetriebe ist rückläufig, Bildungsentscheidungen junger Menschen verändern sich, und Betriebe berichten von wachsenden Herausforderungen bei der Gewinnung und Ausbildung geeigneter Lehrlinge.
Die im Auftrag der WKV erstellte Studie untersucht Entwicklungsperspektiven der Lehrlingsausbildung in Vorarlberg. Auf Basis sekundärstatistischer Analysen, qualitativer Interviews mit zentralen Akteur des dualen Systems sowie einer Online-Befragung von Vorarlberger Ausbildungs- und Nicht-Ausbildungsbetrieben werden zentrale Herausforderungen, Unterstützungsbedarfe und Handlungsfelder aufgezeigt.
Die duale Berufsbildung erlebt international eine Renaissance, und das Interesse des Auslands am österreichischen Modell der Lehre wächst. Die Studie erfasst erstmals die über 400 internationalen Aktivitäten von WKÖ und des ibw im Zeitraum 2013 – 2023, zeigt die Vielfalt der Kooperationsformen auf, diskutiert Gelingensbedingungen nachhaltiger Systemreformen und analysiert die Stärken und Schwächen des österreichischen Supportsystems.
Dual vocational education is experiencing an international renaissance, and foreign interest in the Austrian apprenticeship model is growing. This study is the first to document the more than 400 international activities of the Austrian Federal Economic Chamber (WKÖ) and ibw Austria between 2013 and 2023, highlighting the diversity of cooperation models, discussing the conditions for successful, sustainable system reforms, and analyzing the strengths and weaknesses of the Austrian support system.
Die aktuelle Entwicklung am österreichischen Lehrstellenmarkt ist von einem starken Rückgang der Zahl der Lehrlinge im 1. Lehrjahr gekennzeichnet. Dafür dürften auch konjunkturelle Gründe eine maßgebliche Rolle spielen. Das Matching von Angebot und Nachfrage am Lehrstellenmarkt ist derzeit außergewöhnlich schwierig. In Wien finden sich viele Lehrstellensuchende, in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol viele beim AMS vorgemerkte offene Lehrstellen. Auch der österreichweite, ungedeckte Bedarf an Fachkräften („Fachkräftemangel“) ist nach wie vor hoch.
Dies sind einige von vielen Befunden der aktuellen Ausgabe der jährlich erscheinenden ibw-Publikation „Lehrlingsausbildung im Überblick“, welche auf rund 200 Seiten das Ziel verfolgt, alle relevanten und verfügbaren statistischen Daten und Kennzahlen zur Lehrlingsausbildung in Österreich darzustellen.
Durchforstet man die einschlägige (inter)nationale Forschung zum Nutzen der Lehrlingsausbildung, dann wird schnell klar, wie spärlich eigentlich die empirischen Befunde sind. Das spiegelt das Faktum wider, dass die Lehre in den meisten Ländern entweder nicht existiert oder nur von einem kleinen Segment der Jugendlichen durchlaufen wird. Studien mit Fokus auf die Lehre in einem österreichischen (bzw. dem deutschsprachigen Modell folgenden) Verständnis gibt es nur in etwa 30 (aus den DACH-Ländern). In diesen Studien werden überwiegend Teilaspekte aus Perspektive der Mikroebene (Akteure), also der Individuen und/oder der Lehrbetriebe, behandelt.
Die neue ibw-Studie versucht hier einen Schritt weiterzugehen indem einerseits der Fokus auf dem expliziten Vergleich der Lehre mit anderen beruflichen (d.h. vollzeitschulischen) Ausbildungsformen der Sekundarstufe II (sowie ggf. auch des Tertiärsektors) gelegt wird und andererseits Themenfelder behandelt werden, die bislang empirisch nur ansatzweise Gegenstand der Forschung waren. Als Meta-Outcomes werden thematisiert:
Darüber hinaus liefert eine breit angelegten Unternehmensbefragung mannigfache aktuelle Befunde zu Motiven und Argumenten für und gegen eine eigene Lehrlingsausbildung, zu Übernahmewahrscheinlichkeiten selbst ausgebildeter Fachkräfte, zum produktive Beitrag der Lehrlinge zum Produktionsprozess, zu Herausforderungen hinsichtlich Ausbildungsreife und Ausbildungserfolg, zur Relevanz der Lehrbetriebsförderung u.v.m.
Die Studie evaluiert den neu geschaffenen Lehrberuf Assistent:in in der Sicherheitsverwaltung. Sie kombiniert quantitative Sekundärdatenanalysen mit Befragungen zentraler Akteur:innen der Ausbildungspraxis. Ziel ist die Bewertung des Ausbildungsversuchs sowie die Ableitung von Empfehlungen für dessen Weiterentwicklung. Die Ergebnisse dienen als Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Verstetigung im Berufsbildungssystem.