Präsentationen, Studien, Infografiken und Broschüren
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Präsentationen, Studien, Infografiken und Broschüren
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Seit 2020 wird der Lehrberuf Eventkaufmann/-frau als Ausbildungsversuch erprobt, mit Fokus auf Planung, Durchführung und Management von Veranstaltungen. Die Evaluierung analysiert seine Umsetzung anhand statistischer Daten und Befragungsergebnisse aus Betrieben und Berufsschulen. Damit wird aufgezeigt, wie gut der Lehrberuf die Anforderungen der Branche erfüllt. Die Studie liefert zentrale Ansatzpunkte für seine Weiterentwicklung und zukünftige Ausgestaltung.
Die Evaluierung untersucht den reformierten Lehrberuf Industriekaufmann/-frau im Kontext aktueller Anforderungen der Industrie. Sie kombiniert quantitative Analysen mit Einschätzungen von Betrieben und Berufsschulen. Ziel ist die Bewertung der modernisierten Ausbildungsordnung sowie die Identifikation von Optimierungspotenzialen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung des Lehrberufs.
Die Ergebnisse einer jährlichen österreichweiten Unternehmensbefragung („Arbeitskräfteradar“) im Auftrag der WKÖ (letzte Durchführung März/April; n = 2.483 Unternehmen) zeigen, dass der Arbeits- und Fachkräftemangel in Österreich im Frühjahr 2025 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegt (rund 176.000 offene Stellen für Fachkräfte bezogen auf alle Mitgliedsbetriebe der WKO). Der Mangel ist in einem großen Teil der befragten österreichischen Betriebe (78%) spürbar, erhöht die Arbeitsbelastung der Unternehmer:innen, ihrer Familienangehörigen und der aktuellen Mitarbeiter:innen, gefährdet die Qualität der Leistungserbringung und die Zufriedenheit der Kund:innen, schränkt die Innovationsfähigkeit ein und führt zu deutlichen Einbußen des wirtschaftlichen Erfolgs der österreichischen Unternehmen (weniger Umsatz und höhere Kosten).
Die Lehrlingsausbildung sieht sich in den letzten Jahren vor zunehmende Herausforderungen gestellt - Stichworte demografische Entwicklung, Ausbildungsreife (insb. mangelnde Grundkompetenzen), nachhaltige Attraktivität maturaführender Schulen (AHS-Gymnasien und BHS).
Diese Entwicklungen stehen jedoch auch in Widerspruch zu empirischen Befunden eines anhaltenden Fachkräftemangels, insbesondere für (Lehr)Berufe auf der „mittleren Qualifikationsebene“.
Wie wird diese Situation von der österreichische Industrie eingeschätzt? Gibt es eigentlich Alternativen zur dualen Berufsbildung aus Sicht der Industriebetriebe und welche Konsequenzen wären damit verbunden? Ist absehbar, dass der Fachkräftebedarf zukünftig stärker über andere Qualifizierungsschienen (BMHS-Absolvent*innen, Hochschul-Absolvent*innen, Weiterbildung, Anlernen, Fachkräftezuwanderung etc.) gedeckt werden wird? Und/oder wird verstärkt auf Automatisierung gesetzt werden?
Kurz gesagt, welche Zukunftsszenarien zeichnen sich für die Lehre im Produktions-/Industriesektor ab?
Im Rahmen des Berufsbild-Screenings 2024 wurden alle österreichischen Lehrberufe hinsichtlich Notwendigkeit und Dringlichkeit der Adaption der Berufsbilder untersucht, woraus eine Prioritätenliste (Rot, Orange oder Gelb) abgeleitet wurde.
Im Anhang (B) findet sich zudem eine umfangreiche empirische Datenbasis zu allen einzelnen Lehrberufen in Österreich (Datenbasis: WK-Lehrlingsstatistik, ibw-LehrabsolventInnenmonitoring), welche wesentliche Kennzahlen der soziodemografischen Struktur der Lehrlinge und LehrabgängerInnen im jeweiligen Lehrberuf sowie eine Analyse des berufsspezifischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkterfolges enthält.
Vergleichende und vertiefende Daten zur Lehrlingsausbildung in den D-A-CH-Ländern sind kaum verfügbar, wohl auch weil die zugrunde liegenden Begrifflichkeiten, Definitionen, Klassifikationen und Messmethoden im Detail stark variieren. Ziel des vorliegenden Pilotprojekts von ibw/3s (Österreich), BIBB (Deutschland) und EHB (Schweiz) ist der Aufbau eines regelmäßigen Monitorings der Entwicklung der dualen Berufsbildung in der D-A-CH-Region, basierend auf ausgewählten Indikatoren (z.B. Lehranfänger:innenquoten, Geschlechterproportion, Erfolgsquoten bei der Lehrabschlussprüfung, etc.).
Die Evaluierung analysiert den Lehrberuf Hochbauer:in aus Sicht von Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen. Sie kombiniert quantitative Sekundärdaten mit Ergebnissen einer österreichweiten Befragung. Ziel ist die Bewertung des Ausbildungsversuchs sowie die Identifikation von Weiterentwicklungsbedarfen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für qualitätssichernde Maßnahmen und bildungspolitische Entscheidungen.
Die vorliegende Evaluierung wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft vom
ibw - Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft - durchgeführt. Ziel der Evaluierung war es, den als
Ausbildungsversuch eingerichteten Lehrberuf Glasverfahrenstechnik mit zwei Schwerpunkten aus
verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und eine Grundlage für die Beurteilung des Erfolges sowie
die Entscheidung einer Überführung des Ausbildungsversuchs in einen regulären Lehrberuf zu erhalten.
Zudem sollten eventuell erforderliche Adaptierungen und Verbesserungsvorschläge für diesen
aufgezeigt werden.
Im Zuge der Evaluierung des Lehrberufes wurde neben einer sekundärstatistischen Analyse eine
Onlinebefragung unter den zum Befragungszeitpunkt (Mai 2024) ausbildenden Betriebe und der
entsprechenden Berufsschule (TFSB Kramsach für Glastechnik) durchgeführt. Sieben Vertreter:innen
aus den ausbildenden Betrieben und vier Vertreter:innen aus der Berufsschule konnten für die
Evaluierung gewonnen werden.
Da es in den Ergebnissen der Befragung zu keinen signifikanten Unterschieden in den beiden
Ausbildungsschwerpunkten Hohlglasproduktion und Flachglasveredelung gab, und die Anzahl der
ausbildenden Betriebe so gering ist, erfolgt die Ergebnisdarstellung im vorliegenden Bericht für beide
Schwerpunkte zusammen.