Präsentationen, Studien, Infografiken und Broschüren
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Die aktuelle Entwicklung am österreichischen Lehrstellenmarkt ist von einem starken Rückgang der Zahl der Lehrlinge im 1. Lehrjahr gekennzeichnet. Dafür dürften auch konjunkturelle Gründe eine maßgebliche Rolle spielen. Das Matching von Angebot und Nachfrage am Lehrstellenmarkt ist derzeit außergewöhnlich schwierig. In Wien finden sich viele Lehrstellensuchende, in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol viele beim AMS vorgemerkte offene Lehrstellen. Auch der österreichweite, ungedeckte Bedarf an Fachkräften („Fachkräftemangel“) ist nach wie vor hoch.
Dies sind einige von vielen Befunden der aktuellen Ausgabe der jährlich erscheinenden ibw-Publikation „Lehrlingsausbildung im Überblick“, welche auf rund 200 Seiten das Ziel verfolgt, alle relevanten und verfügbaren statistischen Daten und Kennzahlen zur Lehrlingsausbildung in Österreich darzustellen.
Mit der Einführung des dreijährigen Lehrberufs Assistent/Assistentin in der Sicherheitsverwaltung zu
Beginn des Jahres 2020 wurde ein Ausbildungsversuch implementiert, der gezielt auf die spezifischen
Anforderungen im Verwaltungsbereich in Dienststellen der Polizei (Landespolizeidirektionen,
Polizeikommissariate, Bezirkspolizeikommandos, Polizeiinspektionen) ausgerichtet ist. Einen direkten
Vorläufer für diesen Lehrberuf gab es in der österreichischen Berufsbildungslandschaft nicht.
Die vorliegende Evaluierung wurde vom ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft – im Auftrag
des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gemäß § 4 der Ausbildungsordnung
Assistent/Assistentin in der Sicherheitsverwaltung durchgeführt.1 Ziel der Untersuchung ist es, den als
Ausbildungsversuch eingerichteten Lehrberuf aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und
eine fundierte Grundlage für die Bewertung seines Erfolgs sowie für die Entscheidung über eine
mögliche Überführung in einen regulären Lehrberuf zu schaffen. Darüber hinaus sollen etwaige
notwendige Anpassungen der Ausbildung sowie konkrete Verbesserungsvorschläge aufgezeigt
werden.
Die Evaluierung stützt sich auf eine sekundärstatistische Analyse sowie auf eine Onlinebefragung unter
Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen. Die Umfrage wurde im Oktober 2025 durchgeführt. Von den
eingeladenen 77 Repräsentant:innen der Ausbildungsbetriebe und 10 Berufsschulen nahmen letztlich
73 Vertreter:innen seitens der Betriebe und 18 Vertreter:innen seitens der Schulen teil.
Die im Rahmen der Evaluierung durchgeführten sekundärstatistischen Auswertungen basieren auf den
Lehrlingsstatistiken der Wirtschaftskammer Österreich für die Jahre 2020 bis 2024 sowie auf
Sonderauswertungen des Arbeitsmarktservice.
Mit der Einführung des dreijährigen Lehrberufs Eventkaufmann/Eventkauffrau zu Beginn des Jahres
2020 wurde ein Ausbildungsversuch implementiert, der gezielt auf die spezifischen Anforderungen der
Event-, Messe- und Veranstaltungsbranche ausgerichtet ist. Diese Berufsausbildung stellt eine
konzeptionelle Neuentwicklung im Rahmen der fortschreitenden Modernisierung und Differenzierung
kaufmännischer Lehrberufe dar. Im Gegensatz zum Lehrberuf Veranstaltungstechnik, der primär
technische Aspekte fokussiert, liegt der Schwerpunkt im Lehrberuf Eventkaufmann/Eventkauffrau auf
der Konzeption von Veranstaltungen, dem umfassenden Veranstaltungsmanagement – einschließlich
Planung, Durchführung und Evaluierung – aber auch den administrativen Tätigkeiten im betrieblichen
Kontext, etwa im Bereich des Rechnungswesens.
Innerhalb der österreichischen Berufsbildungslandschaft existiert kein direkter Vorläufer für diesen
Lehrberuf. Eine vergleichbare, staatlich anerkannte kaufmännische Ausbildung im Bereich
Veranstaltungs- und Eventmanagement ist in Deutschland bereits seit mehreren Jahren in Form des
Lehrberufs Veranstaltungskaufmann/Veranstaltungskauffrau etabliert und fest im dualen
Ausbildungssystem verankert.
Die vorliegende Evaluierung wurde vom ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft – im Auftrag
des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gemäß § 4 der Ausbildungsordnung
Eventkaufmann/Eventkauffrau durchgeführt.2 Ziel der Untersuchung ist es, den als Ausbildungsversuch
eingerichteten Lehrberuf aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und eine fundierte
Grundlage für die Bewertung seines Erfolgs sowie für die Entscheidung über eine mögliche Überführung
in einen regulären Lehrberuf zu schaffen. Darüber hinaus sollen etwaige notwendige Anpassungen der
Ausbildung sowie konkrete Verbesserungsvorschläge aufgezeigt werden.
Die Evaluierung stützt sich auf eine sekundärstatistische Analyse sowie auf eine Onlinebefragung unter
Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen. Die Umfrage wurde im Oktober 2025 durchgeführt. Von den
eingeladenen 18 Ausbildungsbetrieben und 6 Berufsschulen nahmen letztlich 10 Vertreter:innen aus
den Betrieben und 9 Vertreter:innen aus den Schulen teil.3 Die im Rahmen der Evaluierung
durchgeführten sekundärstatistischen Auswertungen basieren auf den Lehrlingsstatistiken der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für die Jahre 2020 bis 2024 sowie auf Sonderauswertungen des
Arbeitsmarktservice (AMS).
Eine Lehrausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau ist in Österreich seit Langem
etabliert. Um den Beruf an die veränderten Anforderungen industrieller Unternehmen anzupassen und
die Vermittlung beruflicher Handlungskompetenzen stärker in den Mittelpunkt zu rücken, wurde die
Ausbildungsordnung grundlegend überarbeitet und im Jahr 2020 implementiert.
Die aktuelle Ausbildungsordnung ist durch eine Modernisierung sowie eine präzisere Strukturierung der
fachlichen Kompetenzbereiche gekennzeichnet, zu denen insbesondere Einkauf, Logistik (Lager und
Versand), Marketing und Vertrieb sowie Rechnungswesen zählen. Im Zuge der kompetenzorientierten
Ausrichtung wird vor allem die Entwicklung von Handlungskompetenz in den Vordergrund gestellt.
Darüber hinaus erfolgt eine integrative Vermittlung zentraler Querschnittsthemen wie Digitalisierung und
Nachhaltigkeit. Der Lehrberuf wurde bei Ausarbeitung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung in das
kaufmännisch-administrative Berufssystem eingegliedert.
Die vorliegende Evaluierung wurde vom ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft im Auftrag
des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gemäß § 4 der Ausbildungsordnung
Industriekaufmann/Industriekauffrau durchgeführt. Ziel der Untersuchung ist es, den Lehrberuf aus
unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und damit eine fundierte Grundlage sowohl für die
Bewertung seines bisherigen Erfolgs als auch für die Entscheidung über eine mögliche Überführung in
einen regulären Lehrberuf zu schaffen. Darüber hinaus sollen gegebenenfalls notwendige Anpassungen
der Ausbildung sowie konkrete Verbesserungsvorschläge aufgezeigt werden.
Die Evaluierung stützt sich auf eine sekundärstatistische Analyse sowie auf eine Onlinebefragung unter
Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen. Die Umfrage wurde im Oktober 2025 durchgeführt. Von den
eingeladenen 90 Ausbildungsbetrieben und 13 Berufsschulen nahmen letztlich 29 Vertreter:innen aus
den Betrieben sowie 19 Vertreter:innen aus den Schulen teil.
Die im Rahmen der Evaluierung durchgeführten sekundärstatistischen Auswertungen basieren auf den
Lehrlingsstatistiken der Wirtschaftskammer Österreich für die Jahre 2020 bis 2024 sowie auf
Sonderauswertungen des Arbeitsmarktservice.
Die Ergebnisse einer jährlichen österreichweiten Unternehmensbefragung („Arbeitskräfteradar“) im Auftrag der WKÖ (letzte Durchführung März/April; n = 2.483 Unternehmen) zeigen, dass der Arbeits- und Fachkräftemangel in Österreich im Frühjahr 2025 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegt (rund 176.000 offene Stellen für Fachkräfte bezogen auf alle Mitgliedsbetriebe der WKO). Der Mangel ist in einem großen Teil der befragten österreichischen Betriebe (78%) spürbar, erhöht die Arbeitsbelastung der Unternehmer:innen, ihrer Familienangehörigen und der aktuellen Mitarbeiter:innen, gefährdet die Qualität der Leistungserbringung und die Zufriedenheit der Kund:innen, schränkt die Innovationsfähigkeit ein und führt zu deutlichen Einbußen des wirtschaftlichen Erfolgs der österreichischen Unternehmen (weniger Umsatz und höhere Kosten).
Einige Jahre nach der Implementierung werden in Österreich, vor dem Hintergrund der Educational
Governance-Perspektive und des New Public Managements, befristete Ausbildungsversuche der
beruflichen Erstausbildung einer wissenschaftlichen Evaluierung unterzogen. Ziel dabei ist es,
• ein Fundament für die Beurteilung des Erfolgs und folglich für oder gegen die Entscheidung
der Überführung des Ausbildungsversuchs in einen regulären Lehrberuf zu erhalten,
• die erforderliche Ausbildungsqualität zu gewährleisten und
• allenfalls notwendige Anpassungen des Ausbildungsangebots, bspw. des Berufsbildes oder
der Prüfungsordnung, auf evidenzbasierter Grundlage vorzunehmen zu können.
Der vorliegende Endbericht, der im Auftrag des BMAW – Bundesministeriums für Arbeit und
Wirtschaft vom ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft gemäß § 13 der
Hochbauer/Hochbauerin-Ausbildungsordnung erstellt wurde, bietet eine empirisch-evaluative
Bestandsaufnahme des Lehrberufs Hochbau aus der Perspektive von Ausbildungsbetrieben und
Berufsschulen.
Das empirische Datenmaterial speist sich aus einer sekundärstatistisch-analytischen Untersuchung
der WKO-Lehrlingsstatistiken aus den Jahren 2020 bis 2023 und diversen Sonderauswertungen des
AMS als auch einer vom ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft durchgeführten Online-
Umfrage unter Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen in allen Bundesländern Österreichs.
Die vorliegende Evaluierung wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft vom
ibw - Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft - durchgeführt. Ziel der Evaluierung war es, den als
Ausbildungsversuch eingerichteten Lehrberuf Glasverfahrenstechnik mit zwei Schwerpunkten aus
verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und eine Grundlage für die Beurteilung des Erfolges sowie
die Entscheidung einer Überführung des Ausbildungsversuchs in einen regulären Lehrberuf zu erhalten.
Zudem sollten eventuell erforderliche Adaptierungen und Verbesserungsvorschläge für diesen
aufgezeigt werden.
Im Zuge der Evaluierung des Lehrberufes wurde neben einer sekundärstatistischen Analyse eine
Onlinebefragung unter den zum Befragungszeitpunkt (Mai 2024) ausbildenden Betriebe und der
entsprechenden Berufsschule (TFSB Kramsach für Glastechnik) durchgeführt. Sieben Vertreter:innen
aus den ausbildenden Betrieben und vier Vertreter:innen aus der Berufsschule konnten für die
Evaluierung gewonnen werden.
Da es in den Ergebnissen der Befragung zu keinen signifikanten Unterschieden in den beiden
Ausbildungsschwerpunkten Hohlglasproduktion und Flachglasveredelung gab, und die Anzahl der
ausbildenden Betriebe so gering ist, erfolgt die Ergebnisdarstellung im vorliegenden Bericht für beide
Schwerpunkte zusammen.
Welche Faktoren beeinflussen die Berufswahl? Dieser Frage ist das ibw im Auftrag des AMS Niederösterreich nachgegangen und hat, neben der Analyse von Studien und Theorien, Expert*innen der Bildungs- und Berufsberatung sowie 1.003 Niederösterreicher*innen befragt. Ergebnisse der Studie: Das soziale Umfeld, vor allem die Eltern, Nähe zu Wohnort und Interesse spielen für Ausbildungs- als auch Berufswahl eine entscheidende Rolle, der schnelle Einstieg ins Berufsleben spricht für eine Lehrausbildung. Während sich 18,2 % der befragten Niederösterreicher*innen sehr gut und 55,6 % gut informiert gefühlt haben, würden nur 32,0 % ihre Berufswahl wieder so treffen, weshalb Expert*innen die stärkere Nutzung der Beratungsangebote empfehlen.