Präsentationen, Studien, Infografiken und Broschüren
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Präsentationen, Studien, Infografiken und Broschüren
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Einige Jahre nach der Implementierung werden in Österreich, vor dem Hintergrund der Educational
Governance-Perspektive und des New Public Managements, befristete Ausbildungsversuche der
beruflichen Erstausbildung einer wissenschaftlichen Evaluierung unterzogen. Ziel dabei ist es,
• ein Fundament für die Beurteilung des Erfolgs und folglich für oder gegen die Entscheidung
der Überführung des Ausbildungsversuchs in einen regulären Lehrberuf zu erhalten,
• die erforderliche Ausbildungsqualität zu gewährleisten und
• allenfalls notwendige Anpassungen des Ausbildungsangebots, bspw. des Berufsbildes oder
der Prüfungsordnung, auf evidenzbasierter Grundlage vorzunehmen zu können.
Der vorliegende Endbericht, der im Auftrag des BMAW – Bundesministeriums für Arbeit und
Wirtschaft vom ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft gemäß § 13 der
Hochbauer/Hochbauerin-Ausbildungsordnung erstellt wurde, bietet eine empirisch-evaluative
Bestandsaufnahme des Lehrberufs Hochbau aus der Perspektive von Ausbildungsbetrieben und
Berufsschulen.
Das empirische Datenmaterial speist sich aus einer sekundärstatistisch-analytischen Untersuchung
der WKO-Lehrlingsstatistiken aus den Jahren 2020 bis 2023 und diversen Sonderauswertungen des
AMS als auch einer vom ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft durchgeführten Online-
Umfrage unter Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen in allen Bundesländern Österreichs.
Die vorliegende Evaluierung wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft vom
ibw - Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft - durchgeführt. Ziel der Evaluierung war es, den als
Ausbildungsversuch eingerichteten Lehrberuf Glasverfahrenstechnik mit zwei Schwerpunkten aus
verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und eine Grundlage für die Beurteilung des Erfolges sowie
die Entscheidung einer Überführung des Ausbildungsversuchs in einen regulären Lehrberuf zu erhalten.
Zudem sollten eventuell erforderliche Adaptierungen und Verbesserungsvorschläge für diesen
aufgezeigt werden.
Im Zuge der Evaluierung des Lehrberufes wurde neben einer sekundärstatistischen Analyse eine
Onlinebefragung unter den zum Befragungszeitpunkt (Mai 2024) ausbildenden Betriebe und der
entsprechenden Berufsschule (TFSB Kramsach für Glastechnik) durchgeführt. Sieben Vertreter:innen
aus den ausbildenden Betrieben und vier Vertreter:innen aus der Berufsschule konnten für die
Evaluierung gewonnen werden.
Da es in den Ergebnissen der Befragung zu keinen signifikanten Unterschieden in den beiden
Ausbildungsschwerpunkten Hohlglasproduktion und Flachglasveredelung gab, und die Anzahl der
ausbildenden Betriebe so gering ist, erfolgt die Ergebnisdarstellung im vorliegenden Bericht für beide
Schwerpunkte zusammen.
Welche Faktoren beeinflussen die Berufswahl? Dieser Frage ist das ibw im Auftrag des AMS Niederösterreich nachgegangen und hat, neben der Analyse von Studien und Theorien, Expert*innen der Bildungs- und Berufsberatung sowie 1.003 Niederösterreicher*innen befragt. Ergebnisse der Studie: Das soziale Umfeld, vor allem die Eltern, Nähe zu Wohnort und Interesse spielen für Ausbildungs- als auch Berufswahl eine entscheidende Rolle, der schnelle Einstieg ins Berufsleben spricht für eine Lehrausbildung. Während sich 18,2 % der befragten Niederösterreicher*innen sehr gut und 55,6 % gut informiert gefühlt haben, würden nur 32,0 % ihre Berufswahl wieder so treffen, weshalb Expert*innen die stärkere Nutzung der Beratungsangebote empfehlen.
Diese Broschüre bietet einen kompakten Überblick über die Berufsausbildung in der Lehre und enthält Wesentliches und Interessantes über die Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule, die Rolle des Ausbilders, Aspekte der Finanzierung der Lehre sowie den internationalen Stellenwert der Lehre.
Bestellung: service.wirtschaft@bmaw.gv.at
Der Anteil von Jugendlichen, die direkt nach der Mittelschule (d.h. nach der 8. Schulstufe und ohne Besuch der Polytechnischen Schule in der 9. Schulstufe) eine Lehre beginnen, steigt. Die Lehrlingsausbildung verlagert sich sukzessive zu Großbetrieben. Die öffentlichen Ausgaben pro Lehrling sind deutlich geringer als für Jugendliche in alternativen Bildungswegen. Dies sind einige von vielen Befunden der aktuellen Ausgabe der jährlich erscheinenden ibw-Publikation „Lehrlingsausbildung im Überblick“, welche auf rund 200 Seiten das Ziel verfolgt, alle relevanten und verfügbaren statistischen Daten und Kennzahlen zur Lehrlingsausbildung in Österreich darzustellen.
Der im Auftrag des BMAW erstellte und (gemäß § 15b Abs.1 BAG) zur Vorlage für den Nationalrat bestimmte Bericht zur Situation der Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung in Österreich mit dem Fokus auf die Jahre 2022 und 2023 ist geprägt von einer Art Rückkehr zum „Normalzustand“, nachdem die Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des sog. „Coronavirus“ (COVID-19-Erkrankungen) in den Jahren 2020 und 2021 sowohl zu einem Rückgang der Zahl der Lehrlinge (bedingt u.a. durch die Erleichterung der Aufstiegsregeln in den weiterführenden Schulen auf Basis der COVID-19-Schulverordnungen) als auch zu einem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit geführt hatten. Immerhin kann davon ausgegangen werden, dass die Auswirkungen auf die Ausbildungsbereitschaft bzw. das Bildungswahlverhalten der Jugendlichen nicht nachhaltig und dauerhaft waren. Lediglich im Tourismus konnte allerdings der 2020 („Corona-Pandemie“) erfolgte starke Rückgang der Lehrlingszahlen, die auch schon davor rückläufig waren, noch nicht wieder kompensiert werden.
Die Ergebnisse einer jährlichen österreichweiten Unternehmensbefragung („Arbeitskräfteradar“) im Auftrag der WKO (Durchführung April 2024; n = 2.793 Unternehmen) zeigen, dass trotz eines Rückgangs seit 2022 der Arbeits- und Fachkräftemangel in Österreich im April 2024 auf einem sehr hohen Niveau liegt (rund 193.000 offene Stellen für Fachkräfte bezogen auf alle Mitgliedsbetriebe der WKO), welcher im überwiegenden Teil der österreichischen Betriebe (82%) spürbar wird, die Arbeitsbelastung der UnternehmerInnen, ihrer Familienangehörigen und der aktuellen MitarbeiterInnen erhöht, die Qualität der Leistungserbringung und die Zufriedenheit der KundInnen gefährdet, die Innovationsfähigkeit einschränkt und auch zu deutlichen Einbußen des wirtschaftlichen Erfolgs der österreichischen Unternehmen (weniger Umsatz und höhere Kosten) führt.
ibw - Österreichisches Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
Projektteam: Schmid Kurt (PL), Nowak Sabine und Tritscher-Archan Sabine
Projektlaufzeit: 2023-07-01 - 2025-12-31
ZIEL des ESF+-Projekts „wba extended“ ist die Weiterentwicklung des im ESF-Vorgängerprojekt „wba digital“ (2019-2022) entwickelten Qualifikationsprofils für Validierungspraktiker:innen. Dabei sollen mögliche Verfahren und Instrumente zur Zertifizierung dieser Qualifikation sowie ein Rahmencurriculum für eine Ausbildung von Validierungspraktiker:innen erstellt werden. Das Teil-Projekt im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung möchte einen Beitrag zur Professionalisierung im Validierungsbereich leisten.
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) kofinanziert.
Die Hauptergebnisse des ESF-Vorgängerprojektes „wba digital“ sind in folgenden Publikationen nachlesbar:
• GUGITSCHER K., NOWAK S., PROINGER J., SCHMID K., TRITSCHER-ARCHAN S.:
Qualifikationsprofil für ValidierungspraktikerInnen [Stand 08.03.2022) im Rahmen des “wba digital”-Teilprojekts. ibw und öibf, Wien 2022.
• GUGITSCHER K., NOWAK S., PROINGER J., SCHMID K., TRITSCHER-ARCHAN S.:
Abschlussbericht zum Qualifikationsprofil für ValidierungsexpertInnen (Stand 08.03.2022) im Rahmen des “wba digital”-Teilprojekts. Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) und Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung (öibf), Wien 2022.